Amarbayasgalant

June 20, 2019

 

Versucht es auszusprechen: A m a r b a y a s g a l a n t. Herrlich, nicht? Wir betonen es immer falsch, eigentlich heisst es „Amur-Bayasqulangtu“, aber wir finden, es klingt trotzdem einfach schön. Der Name bedeutet übrigens „Kloster des ruhigen Glücks“ und geht zurück auf die Geschwister Amur und Bayasqulangtu, die angeblich dort spielten, wo das buddhistische Kloster heute steht. Wir erreichten das ruhige Tal Iven wo wir voller Freude in der Ferne das Kloster entdeckten, nachdem wir eine ruhige und angenehme Nacht im Auto verbracht hatten.

Wir liessen uns Zeit bei der Entdeckung der Klosteranlagen, die 1727 eröffnet wurden und zur Blütezeit 40 Tempel umfassten. Seit Stalin sind noch 28 Tempel übrig und somit ist das Kloster eines der am wenigsten beschädigten buddhistischen Klöster der Mongolei.

 

 

Nach dem Besuch kochten wir in der Sonne Mittagessen und entschieden uns, die wilden Pferde vom Nationalpark Khustain Nuruu auszulassen. Für uns die richtige Entscheidung, denn für 200 Kilometer benötigten wir locker sechs Stunden und wir hätten die Przewalski Pferde wohl sowieso nicht von den anderen herumlaufenden Pferden unterscheiden können.

 

 

 

Wir machten uns also auf den Weg zum Kloster Erdenet Zuu und kamen dabei an der zweitgrössten Stadt der Mongolei, Erdenet, vorbei. Erdenet ist so gar nicht romantisch. Sie ist eine grosse Stadt mit vielen hässlichen Ziegel-Gebäuden, einem rostigen Riesenrad und einer künstlichen Skipiste. Die Stadt wächst schnell, weil im hier gelegenen viertgrössten Kupferbergwerk der Welt fleissig abgebaut wird. Heute ist sie nach Ulan-Bator der zweitwichtigste Handelsplatz.

 

 

 

Wir fuhren auf der Hauptstrasse durch die Stadt und direkt am etwas schäbig wirkenden Hotel Erdenet vorbei. Wir schauten uns an und wussten sogleich, dass wir uns hier eine Nacht gönnen wollten, um unsere Energie wieder aufzuladen. Die letzte Dusche und das letzte festinstallierte WC hatten wir in Russland gehabt und obwohl das „open-air-toilettieren“ ein wunderbar freies Gefühl ist, wussten wir, wir brauchten eine Pause.

 

 

Vis-à-vis vom Hotel fanden wir einen fantastischen kleinen nomadischen Grill, wo ein junges, freundliches und motiviertes Team köstliche und unglaublich günstige Gerichte zubereitete. Wir schliefen gut und waren gestärkt für die kommenden Tage.

 

 

 

 

 

 

 

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